Wie kann man Parodontitis vermeiden?

Die Entstehung fast jeder Parodontitis kann durch vorbeugende Massnahmen verhindert werden. Dazu gehört, dass der Patient seine Zähne und Zahnzwischenräume regelmässig und mit der richtigen Technik reinigt.

Ebenso wichtig ist es aber, dass wir als Zahnärzte die Krankheitszeichen frühzeitig erkennten und das Gebiss des Patienten so vorbereitet, dass eine sinnvolle Mundhygiene überhaupt möglich wird.

Die Behandlung der Parodontitis hat zum Ziel, das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten und damit den Zahnverlust und teuren Zahnersatz zu verhindern.

Das Behandlungsziel kann nur erreicht werden, wenn der Patient an der Behandlung aktiv teilnimmt und unsere Anweisungen bezüglich Zahnreinigung strikte einhält. Die Parodontalbehandlung beschränkt sich auf recht einfache zahnärztliche Massnahmen, wenn sie frühzeitig und im Anfangsstadium erfolgen kann. Es liegt nun an den Patienten, die Zähne richtig zu putzen.

In fortgeschrittenen Fällen, wenn die Zahnfleischtaschen tiefer sind, wenn Eiterungen aus dem Zahnfleisch und Zahnwanderungen stattgefunden haben, wenn Fehlbelastungen einzelner oder aller Zähne festgestellt werden und wenn vielleicht schon Zähne verlorengegangen sind, wird die Behandlung erheblich komplizierter. Sie dauert lange und verlangt von Patient und uns viel Energie und Geduld. Deshalb sind – wie bei Karies – frühzeitiges Erkennen und Behandeln äusserst wichtig.

Deshalb sind – wie bei Karies – frühzeitiges Erkennen und Behandeln äusserst wichtig.

Abbaustufen des Zahnhalteapparates bei chronischer Entzündung (Parodontitis):

a) Gesunder Zustand: Der Zahn ist bis zum Zahnhals im Knochen verankert und vom gesunden Zahnfleisch etwa auf der Höhe der Schmelzgrenze straff umschlossen.

b) Gingivitis: Das entzündete Zahnfleisch ist aufgeschwollen und gerötet und beginnt sich vom Zahnhals abzulösen.

c) Parodontitis: Es bilden sich Taschen, worin sich Bakterien festsetzen und die Entzündung weiter vorantreiben. Die Verankerung des Zahnes im knöchernen Wurzelfach wird immer schwächer, der Zahn beweglich. Bei noch stärkerem Abbau des Zahnknochens fällt der Zahn schliesslich aus.

Bildquelle und Informationen aus www.sso.ch (Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft)