Wie entsteht Parodontitis?

Die entzündliche Erkrankung des Zahnbettes, das aus Zahnfleisch, Wurzelhaut und Knochen besteht, wird als Parodontitis bezeichnet.

Erstes und wichtigstes Zeichen, woran krankes Zahnfleisch erkannt werden kann, ist das Zahnfleischbluten. Jeder Erkrankte kann selbst im Badezimmerspiegel beobachten, dass das Zahnfleisch beim Zahnbürsten mehr oder weniger stark blutet. Blutendes Zahnfleisch ist aber niemals normal und immer ein Alarmzeichen einer entzündlichen Erkrankung des Zahnfleisches, das man ernst nehmen muss. Dieses Stadium heisst Gingivitis.

Diese Entzündungen werden durch Ansammlungen von Plaque (weiche, bakterialhaltige Zahnbelege) und Zahnstein (verkalkte bakterialhaltige Zahnbelege) verursacht. Mit täglichem Putzen sowie regelmässiger Zahnreinigung, werden diese Belege entfernt.

Werden Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) nicht behandelt, so kann die Erkrankung auf das gesamte Zahnbett übergreifen. Durch Knochenabbau um und vor allem zwischen den Zähnen, entstehen Zahnfleischtaschen (Holräume zwischen Zahn und Knochen). Diese sind nur schwer zu reinigen und bieten Bakterien einen geschützten Platz wo sie sich ausbreiten und noch mehr Schaden anrichten können. Sogar in anderen Körperregionen.

Alle diese Vorgänge verlaufen in der Regel sehr langsam, oft über Jahre hinweg, und sind meist nicht mit Schmerzen verbunden. Unsere Dentalhygienikerinnen und Zahnärzte können den Knochenverlust messen, bevor Sie selbst merken, dass Ihre Zähne nicht mehr fest im Kiefer befestigt sind. Wir helfen Ihnen die Zähne ein Leben lang zu behalten.

Die Hauptursache der Parodontitis ist die Plaque, der weiche bakterielle Zahnbelag, der auf der Zahnoberfläche haftet. Der Krankheitsverlauf kann aber auch durch andere Faktoren mitbeeinflusst werden, wie z. B.:

  1. Genetische Vorbelastungen
  2. Einnahme von Medikamenten
  3. Rauchen
  4. Diabetes und andere Allgemeinerkrankungen

Was eine Parodontalbehandlung bedeutet, lesen Sie hier.