Parodontalbehandlungen (Behandlung vom Zahnhalteapparat)

Die zweithäufigste Ursache für Zahnverlust ist die Parodontitis. Sie ist ein bakterieller Infekt mit genetischen Komponenten. Hat sie einmal in Ihrem Gebiss Fuss gefasst, ist die Heilung sehr anspruchsvoll.

Die Bakterien, die dafür verantwortlich sind, bewohnen Plaque und Zahnstein auf den Wurzelflächen und hausen selbst im Zahnfleisch (Epithel-Saum). Parodontitis-Keime sind ansteckend, sie vermehren sich im Mund und können zu gravierenden Gesundheitsschäden führen.

Beim Parodontitis-Patient machen wir zuerst eine gründliche Gesundheitsuntersuchung. Vom Speichel der Taschen und Plaque nehmen wir einen bakteriellen Abstrich und lassen sie im medizinischen Labor auswerten. Nach dieser Auswertung können wir die passende, individuelle Therapie mit Ihnen einleiten.

Vorab steht eine professionelle Zahnreinigung oberhalb und unterhalb des Zahnfleisches. Dabei wird der Zahnstein und die Plaque bis zu den Wurzelflächen von Hand oder mit Ultraschall entfernt. Die Mehrheit der Bakterien wird so sauber entfernt. Nach einer zweiwöchigen Heilungszeit folgt die Nachkontrolle. Haben sich neue Bakterien angesiedelt, wird der Prozess wiederholt.

Wir begleiten unsere Parodontitispatienten wochenlang. Nur durch Mitarbeit von jedem einzelnen Patienten können Langzeiterfolge entstehen.

Nach sechs Wochen kontrollieren wir nochmals den Blutungsindex, die Taschen und nehmen einen weiteren bakteriellen Abstrich. Hier entscheidet es sich, ob die vollständige Heilung erfolgt ist, oder ob noch Restherde von Bakterien geblieben sind. Wenn dies der Fall ist, wird entschieden wir, ob chirurgisch Eingegriffen werden muss, oder minimalinvasiv mit PDT, «Das Blaue Wunder» weiterarbeiten.

Wie entsteht Parodontose?

Wie kann ich Parodontose vermeiden?